Ich weiß gar nicht, wann ich dieses Album zuletzt hörte. Als ich es letztes Wochenende durch Zufall auf YouTube fand, durchsuchte ich reflexartig den kleinen Stapel an CD’s, der sich noch immer in meinen vier Wänden befindet. Und sieh da! Ich hatte mir dieses Album sogar mal gekauft. Wenn mich meine Erinnerung nicht im Stich lässt, müsste es Ende der 1990er Jahre gewesen sein. Und wie immer bin ich gespannt, wie lange es auf dieser Videoplattform existent sein wird!

Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Rassismus nicht unbedingt etwas mit dem Bildungsgrad eines Menschen zu tun hat. Was ich nicht nur in meinem privaten Umfeld, sondern auch in der Politik oft erlebe, ist, dass vermeintlich hoch gebildete Menschen (und zum Teil mit akademischen Abschlüssen) durchaus rassistisch sein können. Einfach nur sagen, dass Bildung gegen Rassismus hilft, ist mir ehrlich gesagt zu flach. Es kommt auf die Art und Weise der Bildung an. Das macht antirassistische Aufklärungsarbeit um so wichtiger. Ein zweiter Punkt stößt mir bei diesem Video etwas auf! Ab Minute 13:12 heißt es: „Ich verstehe es, wenn ein palästinensischer Vater einen israelischen Vater hasst!“ Erstens: Hass ist eine ziemlich üble Sache. Wird nicht einer fiktiven Figuren die Aussage zugeschrieben, dass Hass zu unsäglichem Leid führt? Wie kann man für so etwas Verständnis haben? Zweitens: Natürlich ist es schlimm, wenn Eltern ihr Kind verlieren. Unabhängig davon, ob dies durch eine Krankheit, einen Unfall, ein Gewaltverbrechen und eine kriegerische Handlung geschieht. Dies steht nicht zur Diskussion. Allerdings finde ich dieses politische Beispiel in diesem Video etwas daneben. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser ist mittlerweile so Komplex, dass ich schon ziemlich einseitig finde, wenn man sich in so einem Video auf eine Seite einer Partei schlägt. Leider ist es auch der Fall, dass solche Beispiele, in denen Kinder angeführt werden, immer zu emotionalisiert sind! In politische Diskussion finde ich so etwas nicht ganz zielführend.

Wenn ich mich recht erinnere, sah ich diese Dokumentation schon. Und wenn mich meine Erinnerung nicht ganz täuscht, müsste ich sie schon auf meinem vorherigen Blog eingebunden haben. Diese Doku soll aber auch hier ihren Platz finden. Dies ist jedoch das erste Video, bei dem ich denke: Zum Glück sind die Kommentare auf YouTube deaktiviert. Ich möchte nicht wissen, was für ekelhafte Menschen ihre  Meinung zu dieser Dokumentation zum Besten gegeben hätten. Die scheinbare Anonymität des Internets macht leider die Verbreitung von Hass und Hetze möglich!

Leider weiß aus eigener Erfahrung, dass es mit einem halbwegs passablen Einkommen relativ schwer ist, eine relativ bezahlbare Wohnung zu finden ist, da mein letzter Umzug Ende 2016 stattfand. Und dabei wohne ich nicht mal in einer Metropole, sondern in der Provinz! Bei diesem Video machte ich übrigens wieder den Fehler, dass ich einen Blick in die Kommentare warf. Und wie immer finde ich die Kommentarkultur auf YouTube recht krude.

Aus welchem Grund ich YouTube manchmal liebe? Ab und zu finde ich Videos zu Spielen, die ich vor Ewigkeiten auf der Konsole zockte. Natürlich wurden wieder Erinnerungen wach, als ich mir dieses Video zu SimCity ansah!