Es ist vollbracht…

Am Montag veröffentlichte ich einen Blogbeitrag darüber, dass ich die Art und Weise ändern möchte, wie ich mit meiner Kamera, die ich gerade etwas intensiver nutze, und den Fotos am Rechner umgehe. Zunächst möchte ich mich für die Komentare und damit verbundenen Tipps in Sachen Software bedanken. Sie haben mir in Teilen weitergeholfen. Gestern machte ich den nächsten Schritt: Ich kündigte mein Fotografen-Abo bei Adobe. Um die zwei bis drei Aufgaben, die ich zukünftig benötige, entschied ich mich, GIMP auf meinem Rechner zu installieren. Falls ich in naher Zukuft nochmal auf die Idee komme, RAW zu verwenden, installierte ich mir Darktable. Als ich vor meinem Umstieg auf Apple Linux nutzte, wurde ich mit dieser Software nicht so ganz warm und nutzte eher Rawtehrapee, um das digitale Negativ zu entwicklen und die Bilder in Gimp weiterzuverwenden. Eine Funktion, die ich von Darktable noch nicht kannte, ist, dass man RAW-Bilder, änlich wie mit Camera-RAW und Photoshop, direkt in Gimp hereinladen kann. Besonders attraktiv ist dies natürlich, da GIMP mittlerweile die Möglichkeit bietet, Bilder in 16-Bit und 32-Bit zu bearbeiten. Da ich Lightroom über 2 Jahren ziemlich intensiv nutzte und Open-Source für den Umgang meiner Fotos außen vorließ, muss ich mich natürlich in Sachen Software wieder einmal etwas umgewöhnen. Zumal ich GIMP noch nicht am Mac nutzte. Ich denke aber, dass sich dies bewältigen lässt. Zumal ich diejenigen Funktionen, die ich zunächst benötige, nicht allzu umfangreich sind.

Nicht mehr getestet!

Vor einigen Wochen legte ich mir eine Kamera von Fujifilm zu. Da ich es für diesen Kamerahersteller eine kostenlose Express-Version von Capture One 12 existiert, lud ich dieses Programm herunter und installierte mir diese Version auf meinem iMac. Natürlich sah ich mir diesen Rohdaten-Entwickler das eine oder andere Mal an. Fotos, die für eine Veröffentlichung auf meinem Weblog bestimmt sind, bearbeitete ich mit dieser Software allerdings noch nicht. Dafür fehlt mir in Capture One in der Express-Version eine Funktion. Da ich mittlerweile an der Fujifilm XT3 beim Fotografieren keine digitale Wasserwaage mehr nutze, gewöhnte ich mir an, den Horizont zu begradigen und/oder stürzende Linien zu korrigieren, wenn ich bei der Aufnahme mal etwas in der Ausrichtung daneben lag. Im Moment finde ich den Sucher etwas aufgeräumter, wenn ich mir dort nicht allzu viel anzeigen lasse. Wenn ich nicht ganz falsch liege und es richtig überblicke, scheint es die Funktion, stürzende Linien zu korrigieren, in Capture One Express nicht zu existieren. Obwohl Capture One etwas schneller zu sein scheint, als die Konkurrenz von Adobe, werde ich wegen dieser fehlenden Funktion Capture One nicht weiter testen. Ich müsste dafür einiges an Geld in die Hand nehmen. Und solange es Lightroom als Classic CC-Version existiert und ich nicht gezwungen werde, Lightroom CC zu verwenden, sehe ich nicht ein, mich mit einer Alternative zu Lightroom auseinanderzusetzen.

Wenn man zum ersten Mal eine Applikation oder ein Programm nutzt, kann es natürlich sein, dass bestimmte Funktionen nicht ganz so einsichtig sind. Das kann auch den Funktionsumfang des jeweiligen Tools betreffen. Was die App von  Google Docs betrifft, scheint es doch etwas mehr Funktionen zu geben, als ich zuerst annahm. Der Umgang mit Software funktioniert bei mir getreu dem Motto “learning by doing”. Wenn man dies erst durch die Benutzung tut, sind anfangs bestimmte Funktionen nicht sofort einsichtig und lassen sich nicht so schnell erschließen.

Alternativen? Ja klar!

Ich formuliere mal meinen eigenen Subjektiven Eindruck: Adobe ist nicht das einzige Unternehmen in der IT-Branche, welches ihre Nutzer in ein Abo-Modell zwingen möchte. Ich lasse mal Vor- und Nachteile an dieser Stelle mal dahingestellt. Für diejenigen Menschen, die ein Abonnement bezüglich Software ablehnen, können ja immerhin noch überlegen, ob sie auf Open-Source-Software umsteigen. Bevor ich Apple nutzte, kam mir mit Linux nur Open-Source auf den PC. Und ich machte bezüglich Aktualität sehr gute Erfahrungen. Ohne einen Cent zu zahlen! Übrigens bin ich mal gespannt, wann es das erste proprietäre OS im Abo-Modell gibt (persönlich werfe ich da her ein Blick auf Windows; Apple scheint ja eher Umsatz und Gewinn über die Hardware zu generieren).

für mich unverständlich

Dies ist zwar kein Werbebeitrag, da ich für diesen Text für Adobe kein Geld bekomme. Ich finde jedoch bezüglich Lightroom und Photoshop eine Sache recht merkwürdig. Kann es sein, dass sehr viele Menschen, die sich privat oder beruflich mit der Fotografie beschäftigen, primär wegen dem Abo-Modell Adobe den Rücken kehren? Für mich ist dies etwas unverständlich: 11,80€/Monat finde ich ehrlich gesagt für das Fotografen-Abo nicht allzu viel Geld. Zumal über dieses Abonnement die angebotene Software immer aktuell gehalten wird. Es werden immer Fehler behoben und hat bei einem Kauf eines neuen Kamera-Modells den Vorteil, dass die Rohdaten des Entwicklers gelesen werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass Lightroom 5 aus dem Jahre 2013 die Rohdaten neuer Kameras wie der Nikon Z7 oder der Canon EOS R nicht mehr lesen kann. Wenn man diese Version von Lightroom nutzt und sich für ein aktuelles Kamera-System entscheidet, müsste man wieder einiges an Geld in die Hand nehmen, wenn man einen halbwegs guten RAW-Entwickler aus der proprietären Ecke ohne Abo verwenden möchte.

Gimp installieren?

Unter Linux nutzte ich hauptsächlich Gimp zur Bildbearbeitung. Das liegt natürlich darin begründet, dass man kaum gute Alternativen hat, wenn man diese Art Betriebssystem nutzt. Dies hat natürlich zur Folge, dass sich noch jede Menge Fotos im .xcf-Dateiformat auf meinen externen Festplatten befinden. Als ich letztes Jahr Anfang Dezember auf macOS umstieg, stellte dies für mich kein sonderlich großes Problem dar. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass Gimp auch für andere Plattformen existiert. Seit dem Umstieg auf Apple nutze ich Photoshop und Lightroom zur Bildbearbeitung. Letztes Wochenende benötigte ich jedoch Gimp, um auf einige .xcf-Dateien zuzugreifen und staunte nicht schlecht: Eigentlich ging ich davon aus, dass sich dieses Bildbearbeitungsprogramm ohne weiteres auf meinem iMac installieren lässt.

Scheinbar muss ich bei jedem Start von Gimp diese Software unter Systemeinstellungen -> Sicherheit -> Allgemein manuell verifizieren. Persönlich finde ich dies eher suboptimal, wenn ich dies positiv formulieren soll. Allerdings benötige ich Gimp nicht allzu oft!

Updaten am 29. November 2019: Heute formulierte ich ein kleines Update zu diesem Thema in einem weiteren Beitrag.

Gimp für Mac?

Sehe ich es richtig, dass Gimp 2.10.0 noch nicht für MacOS verfügbar ist? Auf der offiziellen Download-Seite findet man gelegentlich folgenden Hinweis:

There is no macOS package yet, sorry. Please check back later.

Mittlerweile nutze ich ja Lightroom und Photoshop zur Bildbearbeitung. Da ich vor meinem Umstieg zu Apple jahrelang Linux und somit Gimp zur Bildbearbeitung nutzte, interessieren mich natürlich die Neuerungen in der Version 2.10.o. Vielleicht wird sie in den nächsten Tagen für dieses Betriebssystem noch erscheinen!

sicher ist sicher

Ich denke mal laut nach: Was ist denn das besondere Open-Source-Software? Es ist nicht, dass diese Form der Software kostenlos ist. Es gibt ja auch jede Menge proprietäre Software, die kostenlos angeboten wird. Und diese Software ist somit auch Freeware. Das besondere an Open Source ist, dass im Vergleich zur proprietären Software der Quellcode öffentlich ist und somit nicht Teil des Geschäftsmodells ist. Was heißt das bezüglich von Sicherheitslücken, die ja bekanntermaßen in Betriebssystemen und Programmen vorkommen können? Bezüglich von Open-Source kann man ja davon ausgehen, dass diese Form von Software sicherer ist. Denn: Jeder kann die Programmiersprache lernen und ist somit in der Lage, den Quellcode zu lesen und zu verbessern. Und somit ist man auch in der Lage, dass ein größerer Teil von Menschen in der Lage ist, Sicherheitslücken zu schließen und Open-Source-Software sicherer zu machen. Da Open-Source auf Desktop-Rechnern, Tablets und Smartphones leider nicht so verbreitet ist, wie man es sich wünschen würde, kann man sich eigentlich gut vorstellen, dass so manche Software-Leaks  proprietärer Anbieter die Anwender in Panik versetzt!

Keine Ahnung haben!

Heute hörte ich eine Podcast-Episode, die ich persönlich schon etwas feier. Es werden dort zwei Auffassungen vertreten, die ich schon seit Jahren teile und auch schon solange im Netz auch kundtun tue: 1. Man kann nicht von Bereichen der Fotografie wirklich Ahnung haben! Warum auch? Die Fotografie ist schon eine komplexe Sache. Ich kann nicht von alle Bereichen und nicht von jedem technischen Detail Ahnung haben. Obwohl ich mich viel mit bestimmten fotografischen Themen beschäftige. Um so erstaunlicher finde ich es, dass das bei manchen Menschen für Entsetzen sorgt. Ich weiß nicht, woher die falsche Erwartungshaltung stammt, dass ich auf jede Frage von Kamera, Objektiv und/oder Software Ahnung habe. Es gibt viele Dinge, die ich noch selber recherchieren muss. 2. Die Technik (und auch die Software, mit der man seine Fotos (wenn überhaupt) bearbeitet) ist sowas von nebensächlich! Wichtig ist gelegentlich das Endergebnis! Das Foto! Unabhängig davon, ob man eine teure Profikamera oder eine billige  Kompaktkamera nutzt. Egal, ob man RAWTherapee und Gimp oder Lightroom und Photoshop nutzt. Oder die Aufnahmen gar nicht bearbeitet. Natürlich hat jeder Fotografie seine Präferenzen. Natürlich bevorzugt jeder ein bestimmtes Kameramodell, bestimmte Objektive und bestimmte Software, mit der man das Bild bearbeitete. Allerdings ist es kein sonderlich großer Erkenntnisgewinn, wenn ich unter einem Bild Blende, Verschlusszeit und die Art der Bearbeitung finde.  Wesentlich interessanter ist es doch, unter welchen Bedingungen ein Foto entstand. Z.B. unter welchen Bedingungen man eine Aufnahme plante oder ob der Zufall bei einem Schnappschuß im Urlaub mit im Spiel war.