Ich sah durch ein hohes, goßes Loch.
Ist Nichts darin? – Doch! scholl es. – Doch!
Und ich suchte und suchte und grub nach dem Nichts. –
Da quoll aus dem Loch eine Garbe Lichts. –
Ich habe das Nichts gefunden, –
Und mir um die Stirn gewunden.

– Erich Mühsam (Quelle)

Was soll das?

Vor ein paar Tagen erschien ein Beitrag mit dem wunderschönen Titel „DSGVO: Die Abmahn-Maschinerie ist angelaufen“ auf heise.de. Und was ich zuerst dachte: Gibt eigentlich im Zusammenhang mit der DSGVO eine bessere Schlagzeile, mit der man noch mehr Panik verbreiten kann? Besser kann man doch private Blogger, die nicht kommerziell im Web unterwegs sind und kaum bis keine juristische Kenntnisse haben, nicht verunsichern. In diesem Beitrag wird zwar nur das Abmahnen von Mitbewerbern (sprich: Menschen, die kommerziell unterwegs sind) thematisiert. Oder habe ich den falschen Eindruck, dass ein solcher Beitrag die Verunsicherung weiter voran treibt?

Und wieder muss ich mal wieder den Kopf schütteln, wenn ich an die Panik rund um die DSGVO denke. Natürlich überlegte ich mir, ob ich mir heute die gefühlt hundertste Podcast-Episode zu diesem Unwerk antun sollte. Allerdings bin ich froh, dass ich dies getan habe. Und wieder einmal sehe ich meinen rudimentären juristischen Eindruck bestätigt, einfach mal nicht in Panik zu verfallen, da ich als kleiner privater Blogger, der mit seinem Weblog und seinen Inhalten kein Geld verdient, eigentlich nichts zu befürchten hat. Oder anders formuliert: Ich habe juristisch genauso viel zu befürchten, wie vor der DSGVO auch, da sich für mich wohl nicht allzuviel ändert!