Die ewige Wiederholung!

Ich habe eben nochmal kurz über einen gestrigen Beitrag nachgedacht: Natürlich bedanke ich mich lieb und nett für Vorschläge, die die Gestaltung meines Weblogs betreffen. Aber eigentlich setze ich die Gestaltung des Blogs, die Regelmäßigkeit, wie ich etwas veröffentliche, und die Menge des veröffentlichten Inhalts so um, wie ich es für richtig halte. Ich habe es im Laufe meines Daseins im Internet  immer so gehandhabt und bin immer damit relativ gut gefahren. Das Einzige, was ich zulasse, ist: konstruktive Kritik zu meinen Inhalten. Sprich: Inhalte die mich z.B. in der Bildgestaltung oder Bildbearbeitung weiterbringen. Allerdings werde ich auch in solchen Fällen selber entscheiden, was mich weiterbringt oder auch nicht. Oder ich lasse mir einfach damit Zeit und nehme diese Form von Kritik erstmal kommentarlos auf. Für den Rest gilt: Setzt es bitte selber so um, wie Ihr es für richtig haltet! Mir ist zwar nicht so ganz klar, warum ich das die letzten dreizehn Jahren im Internet immer wieder wiederholen muss. Die einzige Erklärung, die ich habe: Man nimmt es kaum bis gar nicht wahr. Oder man ignoriert es bewusst bzw. unbewusst.

Macht Ihr das auch? Ihr grabt alte RAW-Daten und JPG’s aus, um diese noch einmal zu bearbeiten? Als ich mir ein zweites Mal ein paar Aufnahmen zur Bearbeitung vornahm, musste ich mich doch etwas schütteln. Meine Anfänge in der Digitalfotografie mit der Canon EOS 300D waren eher so naja! Zumal ich die ersten Aufnahmen mit dieser Kamera in JPG machte. Und wer sich schon einmal JPG’s mit einem Rohdaten-Entwickler vornahm, kann sicher erahnen, was man sich damit antut. Zum Glück gewöhnte ich mir auch mit meiner ersten digitalen Kamera an, in RAW zu fotografieren. Das macht in der Bearbeitung so vieles einfacher!

Kommerz! Kommerz! Kommerz!

Eigentlich finde ich nichts störender im Internet als Werbung! Werbung hier, Werbung da! Schiebt sich immer vor den Inhalt, dem man sich eigentlich widmen möchte. Mittlerweile führe ich mein drittes Weblog. Und ich konnte es in der Vergangenheit (wenn es nicht gerade ein kostenloses Tumblrblog war) aus eigener Tasche finanzieren. Ich war bis zum heutigen Tage nie darauf angewiesen, Werbung auf meinem Blog zu schalten, um die Kosten dafür reinzuholen. Der ganz große Nachteil: Man muss der Lohnarbeit frönen. Bei mir hängen ja nicht nur die Kosten für die Server dran. Da ich nie einen reinen Textblog führte, sondern auch fotografisch unterwegs bin, benötige ich auch für diesen Teil etwas Kleingeld. Und er ist ja kein unerheblicher Faktor. Und die Rechner (wie auch die Kameraausrüstung) nutzen sich von Zeit zur Zeit leider ab. Auch wenn ich mir wünschen würde, wenn sie etwas langlebiger wären. Und mit diesen Unkosten ist es in meinem Leben auch nicht getan! Man muss wohnen! Man muss essen und trinken! Man muss Steuern zahlen! Man muss Versicherungen zahlen! Man sowas wie Altersvorsorge betreiben! Sprich: Man muss auch noch seinen Lebensunterhalt finanzieren! Soviel zur spießbürglichen Denke! Bis heute gehe natürlich einem Job nach, um mir dies alles ohne Probleme finanzieren zu können. Allerdings ist dies auch mit einem ziemlich großen Nachteil verbunden: Ich kann mich der Fotografie und meinem Weblog manchmal nicht so widmen, wie ich es möchte. Neben einer 40-Stunden-Woche (in der ich Dauernachtschicht arbeite) und meinem Fotozeugs und anderen Inhalten, die ich so nebenbei für meine Plattform im Netz produziere, möchte ich auch gerne mal was anderes machen. An einem Wochenende mal abends mit Leuten ein Bier trinken oder auf ein Konzert gehen! Und mal einen Sonntag auf dem Sofa verbringen, um sich den einen oder anderen Film anzuschauen, wäre auch nicht schlecht. Außerdem steht sowas wie Familie (Geschwister/Eltern) auf dem Plan, denen man zwischendurch auch etwas knapp bemessener Lebenszeit widmen muss! Und nu? Löst Werbung auf dem Blog das Problem, um die ungeliebte Lohnarbeit aus dem Weg zu schaffen? Und wenn ich versuche, mit meinen Fotos und meinem Blog Geld zu verdienen? Müsste ich noch fotografisch und mit meinem Blog andere Geldquellen erschließen, um das alles finanzieren zu können? Und was heißt das inhaltlich? Kann ich mich immer nur dem widmen, wofür ich mich interessiere? Oder muss ich mich, überspitzt formuliert, dank kapitalistischer Mechanismen nur dem widmen, was mich inhaltlich so gar nicht interessiert? Nur damit Geld auf dem Konto landet? Egal wie man sich entscheidet: Ich finde, dass man einen ziemlich übeln Spagat machen muss!

Keine Ahnung haben!

Heute hörte ich eine Podcast-Episode, die ich persönlich schon etwas feier. Es werden dort zwei Auffassungen vertreten, die ich schon seit Jahren teile und auch schon solange im Netz auch kundtun tue: 1. Man kann nicht von Bereichen der Fotografie wirklich Ahnung haben! Warum auch? Die Fotografie ist schon eine komplexe Sache. Ich kann nicht von alle Bereichen und nicht von jedem technischen Detail Ahnung haben. Obwohl ich mich viel mit bestimmten fotografischen Themen beschäftige. Um so erstaunlicher finde ich es, dass das bei manchen Menschen für Entsetzen sorgt. Ich weiß nicht, woher die falsche Erwartungshaltung stammt, dass ich auf jede Frage von Kamera, Objektiv und/oder Software Ahnung habe. Es gibt viele Dinge, die ich noch selber recherchieren muss. 2. Die Technik (und auch die Software, mit der man seine Fotos (wenn überhaupt) bearbeitet) ist sowas von nebensächlich! Wichtig ist gelegentlich das Endergebnis! Das Foto! Unabhängig davon, ob man eine teure Profikamera oder eine billige  Kompaktkamera nutzt. Egal, ob man RAWTherapee und Gimp oder Lightroom und Photoshop nutzt. Oder die Aufnahmen gar nicht bearbeitet. Natürlich hat jeder Fotografie seine Präferenzen. Natürlich bevorzugt jeder ein bestimmtes Kameramodell, bestimmte Objektive und bestimmte Software, mit der man das Bild bearbeitete. Allerdings ist es kein sonderlich großer Erkenntnisgewinn, wenn ich unter einem Bild Blende, Verschlusszeit und die Art der Bearbeitung finde.  Wesentlich interessanter ist es doch, unter welchen Bedingungen ein Foto entstand. Z.B. unter welchen Bedingungen man eine Aufnahme plante oder ob der Zufall bei einem Schnappschuß im Urlaub mit im Spiel war.

Sensibel!

Passiert Euch das auch, wenn Ihr mit einer Kamera unterwegs seit? Oder mit einem Smartphone Aufnahmen macht? Werdet Ihr mittlerweile auch gefragt, aus welchem Grund Ihr die Aufnahmen macht? Und zu welchem Zweck diese Aufnahmen dienen. Ich benutze ja keine fette Kamera, um aufzufallen. Aber heute habe ich mal Aufnahmen mit dem Smartphone gemacht und ich wurde angesprochen: „Was machen Sie denn da?“ Man ist echt sensibel geworden!

nervig?

Manchmal kann ich mich dem Eindruck nicht erwehren, dass einige Podcaster aus dem Bereich Fotografie ein ziemlich großes Bedürfnis haben, sich von anderen Fotografen abzugrenzen. Ich kann es zwar nachvollziehen, wenn man selbst als Hobbyfotograf seinen eigenen Stil findet und sich somit versucht, von anderen (Amateur)Fotografen abzugrenzen. Möchte man mit der Fotografie Geld verdienen, wird natürlich ein Alleinstellungsmerkmal um so wichtiger. Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass man es in einzelnen Podcasts bzw. einzelnen Episoden eines Podcasts mit der Abgrenzung bewusst oder unbewusst übertreiben und dies einfach zu oft thematisieren. Natürlich kann ich mit meiner subjektiven Einschätzung daneben liegen und einfach zu empfindlich reagieren. Aber manchmal finde ich das schon etwas störend!

Neue Ausrichtung?

Als ich dieses Weblog vor einigen Tagen neu einrichtete, überlegte ich mir in einem schwachen Moment, ob ich dieses Blog inhaltlich neu ausrichten soll. Aber im nächsten Augenblick überlegte ich, warum ich das überhaupt tun sollte. In erster Linie geschah ja der Wechsel von Tumblr zurück zu WordPress nur aus einem Grund: Ich kam mit Tumblr in den letzten Wochen nicht mehr so zurecht, wie es mal der Fall war. In meinem ersten Beitrag, habe ich mich hier schon etwas ausfürlicher dazu geäußert. Warum sollte ich dann überhaupt etwas inahltlich ändern? An sich war ich mit der inhaltlichen Ausrichtung auf meinen alten Blog zurfrieden. Aber eine Sache merke ich, ohne es genau verfizieren zu können: WordPress funktioniert etwas anders als Tumblr. Und damit meine ich nicht unbedingt etwas technisch. Ich meine auch nicht die Software, die anders zu bedienen ist. Dass es sich bei Tumblr und WordPress um Weblog-Systeme handelt, ist ja wohl unbestritten. Mein subjektiver Eidnruck ist aber, dass auf beiden Plattformen Blogposts unterschiedlich ausgestalltet werden. Mein Gefühl kann mich zwar täuschen: Wenn ich mich auf Fotoblogs umsehe, finde ich auf WordPress einen wesentlich höhren Textanteil zu Fotografien als auf Tumblr. Natürlich kann ich nur über diese Weblogs eine Aussage treffen, die ich mir ansah. Und es dürfte innerhaln des Bloggeruniversums auch nur ein relativ kleiner Ausschnitt sein, den ich betrachtete. Aber ich fand diesen Unterschied schon auffällig und erwähnenswert. Natürlich heißt dies nicht, dass ich WordPress auch so nutzen muss. Im Prinzip bin ich ja in der Lage dieses Blog so zu nutzen, wie mein Weblog auf Tumblr zuvor. Und mittlerweile überlege ich, was es für die inhaltliche Ausrichtung bedeuten würde, wenn ich zu meinen Bildern etwas mehr schreiben würde.