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Schlagwort: Fotografie

analog vs. digital 2.0

Als ich in den 2000er Jahren mein erstes Weblog führte, hatte ich den Eindruck, dass das Thema analoge vs. digitale Fotografie mit harten Bandagen geführt wurde. Mittlerweile scheint die analoge Fotografie eine kleine Renaissance zu erleben. Was ich ja im Prinzip in Ordnung finde. Sowohl die analoge als auch die digitale Fotografie hat ihre Berechtigung. Und jeder Mensch soll seine fotografischen Ideen mit dem System umsetzen, mit dem man am Besten klar kommt und glücklich wird. Kommt es mir nur so vor oder haben sich tatsächlich die Argument nicht verändert haben, wenn Fotografinnen und Fotografen über das Für und Wider der analoge und digitale Fotografie ausdiskutieren?

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Warum so unpolitisch?

Nebenbei höre ich relativ viel Podcast. Mittlerweile sind es nur noch Podcasts mit fotografischen Themen. Was mich sehr wundert, ist, dass man sich in diesen Podcasts relativ unpolitisch gibt. Mein persönlicher Eindruck: Man versucht politische Themen so gut es geht zu umgehen. Auch wenn man sich mit mit der Dokumentarfotografie / sozial-dokumnetarischen Fotografie auseinandersetzt (was gefühlt relativ selten in den Casts, die ich höre, thematisiert wird), scheint es relativ wenige (persönliche) politische Statements zu geben. Und langsam frage ich mich, aus welchem Grund dies so ist. Innerhalb eines Bildes in der Größe x mal y thematisiert man z. Durch die Begrenzung x mal y gibt es aber auch genug, was man fotografisch nicht zur Sprache bringt. Ich behaupte ja nicht, dass einem Fotografen etwas egal ist, wenn er z innerhalb eines Bildes zur Sprache bringt, innerhalb der Größe x mal y bewusst oder auch unbewusst vieles thematisch ausgeklammert. Und dies kann man ja schon als politische Aussage verstehen. Was soll also diese Zurückhaltung in den Podcasts?

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Etwas zu viel Technik?

Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich mit meinen letzten Textbeiträgen einfach zu technisch wurde. Klar: Wenn man sich Neues für sein Fotoequipment zulegt, kann man auf seiner Plattform seine Erfahrungen teilen. Und wenn es sich dabei um ein Objektiv handelt, bietet es sich auch an, die damit gemacht Fotos zu präsentieren. Allerdings möchte ich aus meinem Weblog keinen Techblog machen. Ich habe den Eindruck, dass Menschen gibt, die dafür ein besseres Faible dafür haben.  Was fotografische Themen angeht, gibt es für mich wichtigeres als Technik. Die Kamera, das Objektiv, das Bildbearbeitungsprogramm sind für mich nur die Werkzeuge, mit denen ich experimentiere, mit denen ich meine Ideen umsetze. Natürlich muss ich mich mit der Technik auseinandersetzen, wenn ich etwas umsetzen möchte. Leider habe ich immer wieder den Eindruck, dass man, wenn man sich über Fotografie unterhält, hauptsächlich technische Sachen thematisiert und kaum über Fotografien spricht. Und wenn ich mich auf meinem Blog die Kommentare zu meinen Fotos ansehe, scheint neben subjektiven Eindrücken/Assoziationen gelegentlich Äußerungen zu geben, ob der Kommentatorin oder dem Kommentator die Aufnahme gefällt oder auch nicht. Warum sich nicht etwas konstruktiver über das unterhalten, was man mit dem Werkzeug, welches man gerade nutzt, umgesetzt hat? Bei der Auswahl an Kameras oder des Objektivs hat natürlich jeder Mensch, egal ob Profi oder Amateur, seine Präferenz. Persönlich könnte ich nicht mit einer Canon oder einer Sony fotografieren. Die Kameras dieser Hersteller sind sicherlich ziemlich gut, was deren Funktionsweise und Qualität angeht. In Sachen Aussehen und Haptik halte ich mich lieber an Olympus und Fujifilm. Im Laufe der Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir die Kameras dieser Hersteller wesentlich besser in der Hand liegen. Und diesen Wohlfühlfaktor darf man sicherlich auch nicht unterschätzen. Allerdings finde ich es auch immer etwas mühselig, wenn man seine viel Vorlieben in Sachen Technik ausdiskutiert. Zumal nicht wenige Menschen, seit Jahren ein und dasselbe Kamerasystem nutzen. Aus diesem Grund habe ich auch  den Eindruck, dass Diskussionen über Technik manchmal nie ein Ende nehmen und sich darin elendig verzetteln. Was ich relativ schade finde. Vielleicht sollte man es nicht zu technisch werden lassen, wenn man auf derjenigen Plattform, auf der man sich gerade tummelt, eine Neuerwerbung vorstellt. Es stellt sich gerade nur für mich die Frage, wie ich so etwas umsetzen soll. 

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Damit, dass ich keine neuen Dokumentation auf YouTube fand, die fotografische Themen aufgreifen, hatte ich mich seit einiger Zeit angefreundet. Um so erstaunter bin ich, dass ich innerhalb eines Tages zwei Dokus fand, die ich scheinbar bis Dato noch nicht kannte. 

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Manchmal habe ich den Eindruck, dass manche Titel nicht so recht zu dem Inhalt der jeweiligen Dokumentation passt.

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Veränderung!

Kennt Ihr auch dieses Phänomen? Man fotografiert ein Motiv, bearbeitet dieses und bereitet es für eine Veröffentlichung vor, weil man denkt, dass es relativ gelungen ist. Man schaut sich dieses Bild dann einige Tage, Wochen oder Monate später an, weil man es veröffentlichen möchte. Und dann denkt man: Was habe ich da denn angerichtet? Ich finde es schon ziemlich krass, in welchem Zeitraum sich das Verhältnis zu bearbeiteten Fotos verändern kann. Nicht vielleicht nur durch einen mittlerweile anderen Blick auf die Dinge. Eine veränderte Aufnahmetechnik und/oder Bearbeitung kann auch dazu beitragen. Persönlich fiel mir dies in den letzten Tagen sehr oft auf, als mein Bildarchiv für mein Weblog nach Bildern durchforstete, die ich veröffentlichen wollte. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich diese Veränderungen langsam einschlichen zumal ich über einen langen Zeitraum nicht gerade wenig fotografiere und diese Aufnahmen bearbeite!

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Städte sind organisch!

Es gab mal einen Zeitpunkt, da glaubte ich, dass ich in derjenigen Stadt, in der ich aufwuchs und noch immer wohne, keine Aufnahmen mehr machen konnte. Ich glaubte, diese Stadt einfach an Motiven ausgereizt zu haben. Ich glaubte auch, dass diese Stadt, die seit fast 3 Jahrzehnten vom Tourismus lebt, Motive auch dadurch zu sehr ausgereizt wurden. Mittlerweile entstehen aber ein Teil derjenigen Aufnahmen, die ich auf meinem Blog veröffentliche, in dieser Stadt. Städte sind organisch! Städte sind leben! Städte verändern sich! Im Großen und im Kleinen! Dies kann man dokumentieren. Man kann an gleichen Orten zu unterschiedlichen Tageszeiten, Jahreszeiten und zu unterschiedlichem Wetter fotografieren. Die Lichtverhältnisse sind dann immer anders. Man kann dort mit unterschiedlichen Kameras und Brennweiten Aufnahmen machen. Der Blick auf die Motive wird immer ein anderer Blick sein.

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Die Tatsache, dass eine im konventionellen Sinn technisch fehlerhafte Aufnahme gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht.

Andreas Feininger (Quelle)
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Schon seit der Erfindung der Fotografie wird um deren Echtheit gestritten, weil die Fotografie wohl nie eine Abbildung der Wirklichkeit war, sondern allenfalls ein Vorschlag, wie die Welt zu sehen ist.

Henning Sussebach (Quelle)
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Skeptischer Blick!

Manchmal finde ich es schon echt komisch, was manche Menschen über die Fotografie bzw. fotografische Themen denken, die sich mit dieser Thematik kaum bis gar nicht beschäftigen und in fotografischen Themen nicht allzu sehr bewandert sind. So kam letzte Schicht eine Kollegin auf mich zu und fragte mich, ob ich mich mit meiner neuen Kamera, die ich mir im Januar zulegte, mittlerweile zurechtfinde. Als ich darauf antwortete, dass ich mich noch in der Einarbeitungsphase/Eingewöhnungsphase mit dieser Kamera befinden würde, sah sie mich ziemlich skeptisch an: „Es sei doch nicht die ersten Kamera, die ich in meinem Leben in der Hand hätte!“ Das stimmt zwar. Genau dies ist aber auch das Problem. Und auch geanu dann, wenn man das Kamerasystem zu einem anderen Hersteller wechselt. Kein Kanmeramodell ist wie das Andere. Die Menüführung bezüglich der Firmware ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Von den einzelnen Bedienelemneten ganz zu schweigen. Vor allem wenn mit mit der XT3 von Fujifilm ein Gerät verwendet, das im Vergleich zu anderen Bodys kein klassisches Hauptwahlrat verwendet. Wenn ich noch erwähnt hätte, dass ich mich mit Kameras von Nikon und Sony so gar nicht auskenne, weil ich mit Kameras dieser Hersteller noch nie eine einzige Aufnahme machte, hätte dies bei meiner Kollegin weiteres Unverständnis hervorgerufen!

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