Natürlich formulierte ich hier schon einmal mal, dass ich mich fotografisch für Lost Places interessiere. Aber wie es so ist, habe ich dies in den letzten Monaten etwas aus dem Blick verloren. Dies geschah nicht nur aus Mangel an Zeit. Wenn man einem Job in Vollzeit nachgeht, ist die wertvolle freie Zeit, die einem Menschen bleibt ziemlich knapp bemessen. Zumal ich noch fotografisch so viel realisieren möchte, dass ich mit der Umsetzung kaum noch hinterher komme. Dies geht mittlerweile so weit, dass ich meine fotografische Planung zum Teil noch am selben Tag ändere, um mich einer anderen Idee zu widmen. Dennoch hat diese Reportage, die vor einiger Zeit auf dem YouTube-Kanal des Fernsehsenders Arte veröffentlicht wurde, wieder mein Interesse an Lost Places geweckt.

Gedankenspiel

Letztes Jahr im September hatte ich eine ziemlich gute Idee: Ich drehe von denjenigen Locations, an denen ich fotografiere, das eine oder andere Video, damit die Besucher meines Weblogs einen etwas besseren Eindruck von denjenigen Orten gewinnen können, an denen ich fotografiere. Für diese Idee sah ich nicht vor, mich zusätzlich in Unkosten zu stürzen, da mein iPhone (wie jedes andere Smartphone auch), von Haus aus natürlich die Funktion mitbringt, Videos zu drehen. Mit der Qualität mit derjenigen Videos, die ich mit meinem Smartphone drehte und schon auf meinem Weblog zu finden sind, bin ich ich eigentlich zu frieden. Videos in angemessen guter Qualität bereitzustellen bedeutet aber auch, dass sie Speicherplatz benötigen. Und dies mit ein Grund, warum ich diese Idee in den letzten Wochen nicht weiter verfolgte. Als ich mir im November 2017 meinen WordPress-Account zulegte, stand mit mir noch unbegrenzter Speicherplatz zur Verfügung und ich machte mir deshalb relativ wenig Gedanken um die Größe derjenigen Medien, die ich auf meinem Weblog veröffentlichte. Im August 2019 schränkte wordpress.com jedoch den Speicherplatz auf 200GB ein. Ich möchte natürlich nicht bestreiten, dass 200GB nicht gerade wenig Webspace sind. Allerdings tat ich gegenüber dem Support meines Anbieters meinen Unmut kund, weil ich mir meinen Account eigentlich unter etwas anderen Bedingungen zulegte. Natürlich hatte dies zur Folge, dass ich mir Gedanken um die Größe derjenigen Medien machte, die ich veröffentliche. Für die Fotos fand ich relativ schnell eine adäquate Lösung. Bezüglich der Videos steht jedoch noch eine Lösung aus. Eine Möglichkeit wäre, Dienste wie YouTube und Vimeo zu nutzen, um den Speicherplatz meines WordPress-Accounts nicht zu belasten. Allerdings würde dies für mich mehr Aufwand bedeuten, da ich einen Kanal mehr Pflegen müsste. Grundsätzlich liebäugle ich noch mit der Idee, Videos an denjenigen Orten zu drehen, an denen ich fotografiere. Ich frage mich aber auch, ob sich der Aufwand hierfür wirklich lohnt.

Von verschiedenen Seiten bekomme ich immer wieder mit, dass im angelsächsischen Sprachraum Streetphotography zu betreiben, wesentlicher einfacher sein soll als in Deutschland. Neben juritsichen Hürden, die in meiner Bubble hin und wieder aufploppen, scheinen mir die Menschen in diesem Land gegenüber diesem fotografischen Genre ziemlich verklemmt zu sein. Dieses Video entstand zugegebnermaßen in Schweden. Allerdings zeigt es, wie man auch Streetphotography außerhalb des angelsächsischen Sprachraumes betreiben kann.

Langsam habe ich bezüglich Vimeo einen ähnlichen Eindruck, den ich hier schon bezüglich YouTube das eine oder andere Mal äußerte: Ich finde kaum Videos zu fotografische Themen, die ich interessant finde und die sich lohnen, auf meinem Weblog einzubinden. Dennoch kann es sich rentieren, von Zeit zur Zeit einen Blick auch auf diese Videoplattform zu werfen. Ansonsten hätte ich heute wohl kaum diese Dokumentation über einige Fotografen mit ihren fotografischen Sichtweisen über Los Angeles gefunden.

Eine weitere Absage

Dass Leica, Nikon und Olympus nicht auf der Photokina im Jahr 2020 vertreten sein werden, ist schon länger bekannt. Diesen drei Herstellern von Kameras und Objektiven folgte nun Fujifilm mit einer Absage. In den letzten Wochen überlegte ich mir das eine oder andere Mal, ob ich diese Messe nächstes Jahr überhaupt wahrnehmen soll. Auf der letzten Messe im Jahr 2018 hatte ich nicht nur das Gefühl, dass diese Veranstaltung weiter zusammenschrumpfte. Sie veränderte sich auch inhaltlich ziemlich stark. Mittlerweile bin ich allerdings relativ neugierig, wie sich die Photokina in Zukunft entwickeln wird. Zumal ich kaum Zeit für die Anreise aufbringen muss.

Eben stolperte ich über eine Podiumsdiskussion, von der ich nicht sicher bin, ob ich sie schon kenne. Bildmanipulation ist in der Fotografie nicht unbedingt ein neues Thema. Seitdem sich die digitale Fotografie durchsetzte, habe jedoch das Gefühl, dass dieses Thema vor allem im Bereich Fotojournalismus wesentlich öfters diskutiert wird. 

From Havana to New York

Havana und New York stehen zwar nicht ganz oben auf meiner Liste an Orten, an denen ich mit einer Kamera unterwegs sein würde. Dennoch würden mich diesen beide Städte mal reizen. Man kann zwar die berechtigte Frage stellen, ob in diesen Orten schon genügend Aufnahmen gemacht wurden und es sich dort „ausfotografiert“ hat. Persönlich würde ich dies aufgrund meiner Erfahrung verneinen. Mit zeitlichen Abstand mache ich zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten, bei unterschiedlichen Wetter und mit unterschiedlichen Kameras/Objektiven an ein- und denselben Locations Aufnahmen. Natürlich erziele ich dann auch immer andere Ergebnisse. Auch wenn mehrere Menschen unter denselben Bedingungen an einem Ort fotografieren, wird man im Anschluß immer unterschiedliche Fotos sehen. Fotografie ist schließlich auch immer eine subjektive Angelegenheit.