Leider weiß aus eigener Erfahrung, dass es mit einem halbwegs passablen Einkommen relativ schwer ist, eine relativ bezahlbare Wohnung zu finden ist, da mein letzter Umzug Ende 2016 stattfand. Und dabei wohne ich nicht mal in einer Metropole, sondern in der Provinz! Bei diesem Video machte ich übrigens wieder den Fehler, dass ich einen Blick in die Kommentare warf. Und wie immer finde ich die Kommentarkultur auf YouTube recht krude.

Als ich dieses Video vor einigen Monaten sah, musste man sich noch nicht auf YouTube anmelden, um es schauen zu können. Ich finde es für diejenigen Menschen ohne Google-Konto schade. Was ich mir übrigens wünschen würde: Die Polizei sollte gegen den braunen Pöbel immer mit solcher Härte vorgehen.

Ihr dummen Doitschen!

Was stellen sich eigentlich all die armen Opfis so an, die gerade mal wieder auf Twitter über Rassismus in diesem wunderschönen Land namens Doitschland jammern? Einem Land in dem man keine Sorgen hat und es sich einrichten kann? In dem Frage, woher man kommt nicht rassistisch sein soll. Und wenn man mit dunkler bzw. schwarzer Hautfarbe auf die Frage antwortet, woher man komme, mit Doitschland antwortet, weil man in diesem Land geboren wurde, schief angesehen wird und im schlimmsten Fall sich noch die Frage anhören muss, woher man wirklich komme, soll dies ja nicht rassistisch. Das ist ja wohl alles halb so schlimm, in einem Land, in dem uns allen so gut geht. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob Fefe diesen Blogpost ernst meint, wenn er tut das tut, verliert er einiges an Glaubwürdigkeit!

Kein Widerspruch!

Natürlich muss man auf die AfD einen Blick haben. Dies begründet sich darin, dass sie fast in allen deutschen Parlamenten vertreten ist. Warum habe ich aber vor Alltagsrassismus mehr Angst als vor dieser Partei? Diese Form von Rassismus gab es schon vor der AfD und ich habe das dumpfe Gefühl, dass sie diese Partei überleben wird. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die öffentliche Debatte um die AfD den Alltagsrassimus überblendet und somit nicht mehr im öffentlichen Bewusstsein präsent ist. Dies fiel mir vor einiger Zeit auf als ein Kollege in einer kleinen Runde folgend Aussage tätigte:  „Die ganzen Asylanten bekommen direkt ein dickes Haus und einen fetten BMW in den Arsch geblasen, wenn sie in Deutschland ankommen!“ Mir ist diese Person nicht als Mitglied der AfD, Wähler und/oder Sympathisant dieser Partei bekannt. Und dies traf auch auf die Personen zu, denen gegenüber diese Aussage getätigt wurde. Das Interessante war, dass diese Aussage in dieser Situation kaum bis keinen Widerspruch erzeugte.

Mangelnde Aufmerksamkeit!

Ab heute beginnt wieder eine ziemlich furchtbare Zeit: Um 17:00 Uhr beginnt das erste Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Ich finde diesen Partynationalismus ziemlich schrecklich und möchte am Liebsten diese ganzen Fahnen, mit denen Autos bestückt werden, entfernen. Und die Politik wird sich in den nächsten Wochen sicher auch wieder freuen! Der Grund: mangelnde massen-mediale Aufmerksamkeit natürlich! Denn Menschen schauen ja fleißig Fußball! Und was kann man von politischer Seite aus machen? Dinge durchsetzen, die in der Bevölkerung nicht allzu beliebt sind. Dinge durchsetzen, die keinen Sinn machen. Dinge durchsetzen, die durchaus gefährlich sein können. Man müsste mal eine Aufstellung machen, was in der Vergangenheit zu solchen sportlichen Großveranstaltungen politisch durch- bzw. umgesetzt wurde (falls eine solche Liste im Netz noch nicht kursiert).

Keine Panik auf der Titanic!

Ab heute gilt die DSGVO! Und ich bin mal gespannt, ob die Panik, die in die letzten Wochen gemacht wurde, um dieses Unwerk berechtigt ist oder es wie immer besser war, Ruhe zu bewahren! Ich befürchte ja wie immer, dass es besser war (und noch immer ist) Ruhe zu bewahren. Vor allem wenn man mit seinen Plattformen nicht kommerziell unterwegs ist und kein Geld eintreibt, sollte man einfach locker bleiben und nicht in einer Kurzschlussreaktion seine ganzen Accounts im Netz deaktivieren. Und ich behaupte mal mit meinen rudimentären juristischen Kenntnissen auch mal folgendes: Wenn man nicht unbedingt eine Reichweite wie Facebook, Google und Co. hat, gerät man sicher nicht in den Fokus einer befürchteten Abmahnwelle. Ich empfehle einfach mal weiterhin sich zurückzulehnen, die Beine auch zu legen und einfach mal zu relaxen!

Der Staat ist eine Abstraktion, die das Leben des Volkes verschlingt – ein unermesslicher Friedhof, auf dem alle Lebenskräfte eines Landes großzügig und andächtig sich haben hinschlachten lassen.

– Michail Bakunin (Quelle)

Politik besteht heute nicht mehr darin, Inhalte zu vertreten, es kommt nur drauf an, notfalls im Minutentakt seine Positionen zu wechseln und dabei noch irgendwie sympathisch rüberzukommen. Das macht niemand besser als wir, wir machen moderne Turbopolitik.

– Martin Sonneborn (Quelle)

Das nützt nichts!

Ich werde eine Sache nie verstehen: Warum erlegen manche Menschen immer noch dem Irrglauben, dass man auf Twitter, Facebook und Co. gegen Dummheit argumentieren kann? So ein präzises Beispiel erlebte ich wieder gestern auf diesem eben erwähnten Kurznachrichtendienst:

Jetzt mal ehrlich! Macht es Spaß so seine wertvolle freie Zeit zu verschwenden? Oder ist man wirklich der Ansicht, dass man den rechten dieser Gesellschaft von einer besseren Sache überzeugen kann? Hofft man wirklich auf einer Einsicht dummer Menschen? Leider habe ich seit dem Aufkommen des Rechtspopulismus durch Organisationen wie AfD oder Pegida die Erfahrung gemacht, dass sich durch verbalen Austausch dieser Art die politischen Fronten eher verhärten. Man würde sich ja wohl kaum in so einer Diskussion von der Gegenseite überzeugen lassen. Und im schlimmsten Falle kommt man solchen Menschen argumentativ noch entgegen. Was ja nicht unbedingt sein muss, da man sie über ein solches Verhalten sogar noch aufwertet (was übrigens bei diesem Schlagabtausch auch manchmal mein Eindruck ist). Nur mal so am Rande! Und eine Sache, die ich auch schlimm finde, ist: Man generiert, auch wenn nur im Kleinen, wieder Aufmerksamkeit für recht krude politische Ansichten (und ich tue es mit diesem Beitrag leider auch). Aufmerksamkeit kann ja bekanntermaßen durch Bestätigung bzw. Abgrenzung generiert werden. Mittlerweile tendiere ich persönlich eher in die Richtung, dass man sich mit Pegida, AfD und Konsorten eher im RL kritisch auseinandersetzt und deren Veranstaltung auch auf dieser Art und Weise begleitet!