Erklärung?

Wenn ich mich in der Podcast-Landschaft zur Fotografie umhöre, scheint es viele Menschen zu geben, die sich mit dem Abo-Modell von Adobe nicht anfreunden und sich das Fotografen-Abo von knapp 12 Euro im Monat nicht leisten können oder wollen. Was mich wundert ist, dass in diesem Zusammenhang hauptsächlich kostenpflichtige Alternativen zu Lightroom als Rohdaten-Entwickler besprochen werden. Das bekannteste Beispiel hierfür dürfte Capture One sein. Allerdings existieren mit RawTherapee und Darktable zwei kostenlose Entwickler aus dem OpenSource-Bereich. Haben diese zwei Programme unter ambitionierteren Fotografen einen schlechten Ruf? Geht man davon aus, dass Software, die nichts kostet, nichts taugt? In den rund 10 Jahren, in denen ich Linux nutzte, war RawTherapee bei mir die erste Wahl zur Entwicklung meiner Rohdaten. Es rettete mich über harte Zeiten. Würde Adobe Lightroom Classic CC aus irgendwelchen Gründen einstampfen, würde ich ohne Umschweife zur OpenSource-Software zurückkehren.

Blöde Spam-Mails!

Eigentlich bekomme ich selten Spam. Und meistens sortiere ich ih anhand des Betreffs aus, wenn es nicht schon die entsprechenden Filter tun. Allerdings tat ich es  bei dieser Mail nicht.

Hallo,

Ich habe dich mehrere Monate angeschaut.
Tatsächlich wurden Sie über eine von Ihnen besuchte Website für Erwachsene mit schädlicher Software infiziert.
Wenn Sie damit nicht vertraut sind, werde ich es erklären.
Der Trojaner-Virus gibt mir vollständigen Zugriff und Kontrolle über einen Computer oder ein anderes Gerät.
Das heißt, ich kann alles auf dem Bildschirm sehen und Kamera und Mikrofon einschalten, aber das ist Ihnen nicht bewusst.
So habe ich auch Zugriff auf alle Ihre Kontakte.
Warum hat das Antivirenprogramm keinen schädlichen Code erkannt?
Antwort: Ich habe einen Trojaner-Treiber. Ich aktualisiere alle vier Stunden ihre Signaturen, damit Ihr Antivirus nicht verwendet wird.
Ich habe ein Video gemacht, das zeigt, wie man sich auf der linken Hälfte des Bildschirms zufrieden stellt, und in der rechten Hälfte sehen Sie das Video, das Sie angesehen haben.
Mit einem Klick kann ich dieses Video an alle Ihre E-Mail- und Social Network-Kontakte senden.
Um dies zu verhindern, überweisen Sie den Betrag von 650 USD an meine Bitcoin-Adresse (wenn Sie nicht wissen, wie „Google Bitcoin kaufen“ ist).
Bitcoin-Adresse: 16ybfsEfC4YxqW7pNm568GXobYVD6ntcNz
Sobald die Zahlung eingegangen ist, werde ich das Video entfernen und Sie werden mich nie wieder hören.
Ich gebe Ihnen 24 Stunden zu zahlen.
Keine Sorge, ich habe eine Benachrichtigung, die diesen Brief liest, und der Timer funktioniert, wenn Sie diesen Brief lesen.
Das Senden von Beschwerden an irgendwo ist nicht sinnvoll, da diese E-Mail nicht als meine Bitcoin-Adresse ermittelt werden kann.
Ich mache keine Fehler.
Wenn ich feststelle, dass Sie einen Bericht übermittelt oder diese Nachricht mit einer anderen Person geteilt haben, wird das Video sofort verteilt.
Mit freundlichen Grüßen!

Ich fand die Mail insofern witzig, weil sie u.a. an eine von zwei Mail-Adressen ging, die ich erst seit ein paar Wochen nutze und nicht seit ein paar Monaten. Auch wenn dies nicht der Fall gewesen wäre: Wenn man bei solchen Mails nicht gelassen bleibt, ist man selbst Schuld!

Alternativen? Ja klar!

Ich formuliere mal meinen eigenen Subjektiven Eindruck: Adobe ist nicht das einzige Unternehmen in der IT-Branche, welches ihre Nutzer in ein Abo-Modell zwingen möchte. Ich lasse mal Vor- und Nachteile an dieser Stelle mal dahingestellt. Für diejenigen Menschen, die ein Abonnement bezüglich Software ablehnen, können ja immerhin noch überlegen, ob sie auf Open-Source-Software umsteigen. Bevor ich Apple nutzte, kam mir mit Linux nur Open-Source auf den PC. Und ich machte bezüglich Aktualität sehr gute Erfahrungen. Ohne einen Cent zu zahlen! Übrigens bin ich mal gespannt, wann es das erste proprietäre OS im Abo-Modell gibt (persönlich werfe ich da her ein Blick auf Windows; Apple scheint ja eher Umsatz und Gewinn über die Hardware zu generieren).