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Tag: 5. September 2019

Unentspannt?

Gestern war ich mit meinem beiden Samyang-Objektiven unterwegs, um sie in einem städtischen Umfeld zu testen. Vornehmlich benutzte ich das 12mm-Objektiv. Und ich musste mal wieder mit den Augen rollen.  Eine XT3 von Fujifilm ist natürlich ein Stück größer als eine OMD 10 von Olympus. Allerdings ging ich gestern davon aus, dass man mit der XT3 in einer Innenstadt dennoch nicht sonderlich auffällt. Am Kameramarkt gibt es natürlich wesentlich größere Modelle. Zumal das Samyang 12mm f2.0 eher eine kompakte Brennweite ist. Ich wohne außerdem in einer Stadt, die ziemlich stark vom Tourismus geprägt ist. Es scheinen das Jahr über relativ viele Menschen unterwegs zu sein, die dort ihre Urlaubsfotos machen. Davon unabhängig kann man sicher auch davon ausgehen, dass Kameras wesentlich verbreiteter sind als noch vor 10 oder 15 Jahren. Jeder Mensch, der ein Smartphone besitzt, hat auch eine Kamera in der Tasche. Insofern könnte man sich ja schon daran gewöhnt haben, dass in einem öffentlichen Raum mehr fotografiert wird als noch vor ein paar Jahren. Insofern wunderte ich mich schon, dass ich gestern von drei Passanten angesprochen wurde, ob ich sie fotografierte. Natürlich bot ich diesen Menschen an, sich meine Bilder am Display anzuschauen. Als sie feststellten, dass sie auf keinem Foto zu sehen waren, bedankten und verabschiedeten sie sich. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass wesentlich mehr Menschen mir relativ skeptisch dabei zusahen, was ich denn gerade fotografierte. Und ich frage mich gerade, woran dies liegen könnte. Hat man sich noch immer daran gewöhnt, dass im öffentlichen Raum fotografiert wird? Oder ist man mittlerweile etwas übersensibilisiert, weil ja man davon ausgehen kann, dass heutzutage jedes fotografierte Motiv potentiell veröffentlicht werden kann? 

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