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Etwas zu viel Technik?

Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich mit meinen letzten Textbeiträgen einfach zu technisch wurde. Klar: Wenn man sich Neues für sein Fotoequipment zulegt, kann man auf seiner Plattform seine Erfahrungen teilen. Und wenn es sich dabei um ein Objektiv handelt, bietet es sich auch an, die damit gemacht Fotos zu präsentieren. Allerdings möchte ich aus meinem Weblog keinen Techblog machen. Ich habe den Eindruck, dass Menschen gibt, die dafür ein besseres Faible dafür haben.  Was fotografische Themen angeht, gibt es für mich wichtigeres als Technik. Die Kamera, das Objektiv, das Bildbearbeitungsprogramm sind für mich nur die Werkzeuge, mit denen ich experimentiere, mit denen ich meine Ideen umsetze. Natürlich muss ich mich mit der Technik auseinandersetzen, wenn ich etwas umsetzen möchte. Leider habe ich immer wieder den Eindruck, dass man, wenn man sich über Fotografie unterhält, hauptsächlich technische Sachen thematisiert und kaum über Fotografien spricht. Und wenn ich mich auf meinem Blog die Kommentare zu meinen Fotos ansehe, scheint neben subjektiven Eindrücken/Assoziationen gelegentlich Äußerungen zu geben, ob der Kommentatorin oder dem Kommentator die Aufnahme gefällt oder auch nicht. Warum sich nicht etwas konstruktiver über das unterhalten, was man mit dem Werkzeug, welches man gerade nutzt, umgesetzt hat? Bei der Auswahl an Kameras oder des Objektivs hat natürlich jeder Mensch, egal ob Profi oder Amateur, seine Präferenz. Persönlich könnte ich nicht mit einer Canon oder einer Sony fotografieren. Die Kameras dieser Hersteller sind sicherlich ziemlich gut, was deren Funktionsweise und Qualität angeht. In Sachen Aussehen und Haptik halte ich mich lieber an Olympus und Fujifilm. Im Laufe der Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir die Kameras dieser Hersteller wesentlich besser in der Hand liegen. Und diesen Wohlfühlfaktor darf man sicherlich auch nicht unterschätzen. Allerdings finde ich es auch immer etwas mühselig, wenn man seine viel Vorlieben in Sachen Technik ausdiskutiert. Zumal nicht wenige Menschen, seit Jahren ein und dasselbe Kamerasystem nutzen. Aus diesem Grund habe ich auch  den Eindruck, dass Diskussionen über Technik manchmal nie ein Ende nehmen und sich darin elendig verzetteln. Was ich relativ schade finde. Vielleicht sollte man es nicht zu technisch werden lassen, wenn man auf derjenigen Plattform, auf der man sich gerade tummelt, eine Neuerwerbung vorstellt. Es stellt sich gerade nur für mich die Frage, wie ich so etwas umsetzen soll. 

6 Kommentare

  1. Tom2Tom60 Tom2Tom60

    Technik sollte selbstverständlich nie Selbstzweck werden. Letztlich macht nicht Technik ein gutes Foto, sondern der Mensch hinter der Kamera. Eine gute Kamera sollte lediglich den Fotografen in seiner Kreativität, in seiner Sichtweise nicht einschränken. Gutes Equipment kann aber neue Möglichkeiten und Sichtweisen eröffnen. So hat letztlich Beides seine Berechtigung, der kreative Prozess wie auch die zugrundeliegende technische Ausstattung, in Folge dessen auch die Kommunikation beider Aspekte. Vielen Einsteigern helfen z.B. Angaben zu Aufnahmewerten (Brennweite, Blende, Zeit) und/oder der verwendeten Optik durchaus weiter. Letztlich muss ja niemand einen Beitrag lesen, der technischer ausfällt, wenn ihn/sie das nicht interessiert. Mein Tipp: Nach weiter wie bisher.

    • 5n1pp3r5 5n1pp3r5

      Als ich mir im Januar die Fujifilm XT3 zu legte, überlegte ich mir nach einiger Zeit meine Olympus OMD 10 Mark II mit sämtlichen Festbrennweiten zu verkaufen. Zugegebenermaßen hatte ich diese Kamera seitdem nicht mehr in der Hand, da ich noch immer dabei bin die neue Kamera kennenzulernen. Allerdings bin von der Idee, die alte Kamera zu verkaufen, abgekommen. Ich bin gespannt, wie es nach einiger Zeit sein wird, wenn ich die Olympus wieder in die Hand nehmen werde…

      • Tom2Tom60 Tom2Tom60

        Ich würde ohne Not niemals alte Kamera verkaufen. Das hat vielleicht etwas mit einem Sammlertick zu tun, ein wenig sicher auch mit Erinnerungen an die Zeit, als man die ein oder andere Kamera benutzt hat.
        Noch immer steht ein Nachbau der zwei-äugigen Yashica in der Vitrine und eine analoge Konica meines Vaters im Regal, auch wenn ich sie nie mehr nutzen werde.

        Ich fotografiere seit ca. 40 Jahren (zunächst beruflich, später nur noch als Hobby), privat mit CANON-Kameras, anfangs mit analogen AE1, AV1 (als Zweitbody) und der A1 (fast 25 Jahre lang), später dann mit diversen EOS-DSLRs.

        Noch immer wechsel ich zwischen der kleinen 100D (fast immer dabei), der 70D (ideal für Moonshots) oder der 6D (für alles Andere), je nach Situation oder Laune. Nur die 400D und die 700D verstaubten im Schrank, bis meine Tochter sie für sich entdeckte.
        In Kürze kommt dann die EOS-RP dazu. Objektive nutze ich von CANON oder SIGMA und SAMYANG. Vielleicht ist es Markentreue oder auch nur Faulheit, ich mag mich nicht dauernd beim Wechsel des Bodies umstellen, aber irgendwie bin ich damals bei CANON hängen geblieben.
        Wäre die erste Kamera eine NIKON gewesen, wäre ich wohl dabei geblieben.
        Wichtiger als spezielle Features ist mir einfach die Vertrautheit einer Kameras in kritischen Situationen.

  2. Der eine mag Levis, der andere Wrangler, der dritte zieht keine Jeans an und dem vierten sind die Marken egal. Eine Hose bleibt eine Hose und ein Werkzeug ein Werkzeug. Jeder hat da seine Vorlieben. Ich mag zum Beispiel meine kleine Canon, wir haben uns gut angefreundet, die Nikon meines Mannes ist ein Fremdkörper in meiner Hand, das geht nicht. Bei den analogen bevorzuge ich die Porst, obwohl meine Pentax deutlich bessere Bilder macht.
    Technische Details finde ich interessant, ich denke nicht, dass du zu viel darüber diskutierst.
    Auch Bildaufbau und Komposition sowie der Einsatz von Licht und Schatten spiegeln individuelle Sichtweisen. was der eine bevorzugt, würde der andere niemals machen. Der Austausch darüber kann helfen, neue Blickwinkel kennen zu lernen. Ich kann allerdings nicht einschätzen, ob du es magst, wenn nach Motivation, Equipment oder Nachbearbeitung gefragt wird.
    Liebe Grüße
    Alice

    • 5n1pp3r5 5n1pp3r5

      Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mit Canon fotografierte. Zu analogen Zeiten war ich zuerst mit der EOS 5000 und dann später mit der EOS 300 unterwegs. Meine erster Digitalkamera war die EOS 300D. Mittlerweile würde ich aber nicht mehr den Weg zu Canon zurückfinden…

  3. Mich interessiert Handwerkszeug von Kollegen (und das gilt nicht nur für Kunst, sondern auch für mein gelerntes Handwerk und die Küche) durchaus und manchmal sieht man auch eine tolle Lösung | Idee | Produkt | Handhabung.

    Wenn man aber viel und lange in einem Bereich arbeitet sieht man aber auch ganz viele Lösungen, die schon mal da waren, oder einen nur belasten, oder die man dann eh nie her nimmt. Einige Grundwerkzeuge müssen für einen passen, das darf auch kosten und das kann nach seinem persönlichem Arbeitsgebiet auch sehr speziell ausfallen.

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