Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Rassismus nicht unbedingt etwas mit dem Bildungsgrad eines Menschen zu tun hat. Was ich nicht nur in meinem privaten Umfeld, sondern auch in der Politik oft erlebe, ist, dass vermeintlich hoch gebildete Menschen (und zum Teil mit akademischen Abschlüssen) durchaus rassistisch sein können. Einfach nur sagen, dass Bildung gegen Rassismus hilft, ist mir ehrlich gesagt zu flach. Es kommt auf die Art und Weise der Bildung an. Das macht antirassistische Aufklärungsarbeit um so wichtiger. Ein zweiter Punkt stößt mir bei diesem Video etwas auf! Ab Minute 13:12 heißt es: „Ich verstehe es, wenn ein palästinensischer Vater einen israelischen Vater hasst!“ Erstens: Hass ist eine ziemlich üble Sache. Wird nicht einer fiktiven Figuren die Aussage zugeschrieben, dass Hass zu unsäglichem Leid führt? Wie kann man für so etwas Verständnis haben? Zweitens: Natürlich ist es schlimm, wenn Eltern ihr Kind verlieren. Unabhängig davon, ob dies durch eine Krankheit, einen Unfall, ein Gewaltverbrechen und eine kriegerische Handlung geschieht. Dies steht nicht zur Diskussion. Allerdings finde ich dieses politische Beispiel in diesem Video etwas daneben. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser ist mittlerweile so Komplex, dass ich schon ziemlich einseitig finde, wenn man sich in so einem Video auf eine Seite einer Partei schlägt. Leider ist es auch der Fall, dass solche Beispiele, in denen Kinder angeführt werden, immer zu emotionalisiert sind! In politische Diskussion finde ich so etwas nicht ganz zielführend.