Umgang mit Kommentaren!?

Manchmal denke ich darüber nach, die Kommentarfunktion abzustellen. Der Grund: Die Kommentare, die hauptsächlich zu meinen Beiträgen geschrieben werden! Was nützen mir Kommentare mit den Inhalten „Das Foto gefällt mir!“, „Das Bild ist schön!“ oder „Das denke ich auch!“? Aus welchem Grund kann man Beiträge auf WordPress liken? Und den Effekt, dass man den eigenen Weblog durch die Verwendung des „Gefällt mir“- Buttons etwas bekannter macht, erreicht man sicherlich auch. Natürlich können solche Kommentare auch schmeicheln. Tauchen sie aber zu oft auf, werden sie einfach zu inflationär gebraucht und verfehlen somit auch diese Wirkung. Und sonst? Auch wenn sie wenig auf einem Weblog auftauchen, bringen sie mich und sicherlich auch andere Blogger inhaltlich kaum weiter. Was kann man gegen diese Art von Kommentaren unternehmen? Die Kommentarfunktion abzustellen, finde ich nicht unbedingt zielführend. Damit schadet man nur denjenigen Besuchern eines Blogs, die versuchen möchten, konstruktiv Beiträge zu kommentieren. Und was hilft es, darauf hinzuweisen, solche Kommentare zu unterlassen? Sicherlich auch nicht viel! Ich habe stark die Vermutung, dass diese Hinweise im Laufe der Zeit in der Versenkung verschwinden werden. Außer wenn man sich nicht am laufenden Band wiederholt. Und das möchte wohl niemand! Spontan fällt mir ehrlich gesagt auch keine Lösung ein, wie man diese Kommentare vermeidet. Erstmal ist wohl ignorieren angesagt!

3 Gedanken zu „Umgang mit Kommentaren!?“

  1. Die Beschwerde lese ich bei dir zum ersten Mal, dass ein Kommentar mit wenigen anerkennenden, wenn vielleicht auch seichten Worten, als Belästigung empfunden wird.

    Diese Sichtweise kenne ich nur zur „Like“-funktion, weil man, vor allem seit Einführung des WordPress-Readers die Leser zuweilen im Verdacht hat, eben keine Leser zu sein, sondern nur sternchenstreuende Drüberhuscher.
    Zuweilen haben sie sich (ohne Like auch) dadurch arglos selbst entlarvt, indem sie in ihren Kommentaren von einem schönen Bild schrieben, um bei deinem Text-Beispiel zu bleiben, dabei hatte man doch eine ganze Galerie gepostet … da kann man schon mal Kringel vor den Augen sehen .

    Auch wenn ich über so manchen seicht wirkenden Kommentar schon bedauernd gegrübelt habe, ob es nicht ein bisschen wortgewandter und aufmerksam wirkender auch gegangen wäre, sind die Meldungen des Gefallens oder kurze Statements im Sinne des „Ich war hier und habe gesehen, was du veröffentlicht hast“ Teil eines sozialen Netzwerks, das es von einer Vervielfältigungsmaschinerie unterscheidet, in der bis zur Unkenntlichkeit geteilt wird und fremde Federn Avatare schmücken, deren Persönlichkeit man, wenn es einen überhaupt interessiert, allenfalls erraten kann, falls man nicht sowieso nur zum Sammeln verwendbarer Inhalte vorbeikommt.

    Klassische Blogs leben von Autoren-Persönlichkeiten oder auch mal durch Schreibkollektive, die aber in der Hauptsache eigenen Veröffentlichungen posten und allenfalls hier und da mal Fremdes rebloggen.

    In solchen Blogs, sofern die Verfasser noch nicht in die Zigtausender Followerzahlen abgehoben haben, kümmert man sich um seine Leser, indem man auf Kommentare eingeht, entweder per Wortmeldung oder seinerseits mit einem kurzen „Like“, damit der Betreffende sich bemerkt und wohl fühlen soll.

    Schliesslich läuft im ganzen Web die Anerkennung von Inhalten über Klicks.
    Diese kleinen Geste der Kenntnisnahme zu geben und im Gegenzug für’s Gelesenwerden das Gesehenwerden zu ermöglichen ist Teil dieses Systems in der Blogosphäre.

    Anderswo mag es sein, dass man sich bei Gefallen bedient und weiterteilt, wo das dann als Anerkennung gilt, aber das Wesen der altmodischen WordPress- oder Blogspot- und Blogger-Welt tickt anders

    Wer eigene Mühe auf seine Artikel und Anliegen verwendet hat bekommt einen Aggressionschub, wenn er seine Texte und Bilder ohne vorherige persönlich gerichtete Wortmeldung woanders wiederfindet, auch wenn inzwischen wenigstens eine „Ping“-Funktion gib, so dass man davon erfahren kann.
    Besonders viel Schaum vor dem Mund bekommt ein WordPress- oder Blogspot-Blogger, um bei diesen Beispielen zu bleiben, wenn der Reblogger sich noch nie zuvor durch Folgen, Liken und anerkennendes Kommentieren bekannt gemacht hat.
    Die meisten nicht-kommerziellen Blog-Autoren, die ich kenne, fühlen sich dann ausgeplündert

    Bei Bloggern, die ihre Blogs kommerziiell betreiben und Werbung für alle möglichen Produkte veröffentlichen, sieht das natürlich ganz anders aus, aber das muss man von einem Mitblogger schon erwarten dürfen, dass er die Unterschiede erkennt und sich entsprechend verhält. Werbung braucht keine Likes und Kommentarem, da zählen Seitenklicks.

    Private Blogger wie ich denken nicht in Eurocent, sondern freuen sich über Besucher, die sich bemerkbar machen, über Follower, von denen man annehmen darf, dass die Themen sie interessieren.
    Wenn sie keine Phrasen hinterlassen: um so besser! Aber grundsätzlich sind Anerkennung und Freundlichkeit bei WordPress die Währung, mit der man sich sozial vernetzt, auch wenn sie noch so oberflächlich wirkt.

  2. Da stimme ich puzzleblume echt zu. Ich wollte gerade meiner Liebsten Bloggerkollegin schreiben, dass, wenn sie paar Tage nicht da ist, mein Blog vereinsamt. Ich freue mich wirklich über jeden Besuch, selbst wenn der Kommentar so ist trivial wie – da stimm ich dir zu“ oder „toller Beitrag“ Das ist nur ein Ausdruck, dass der/diejenige nicht nur mal like klickt, und vielleicht gar nicht reingeschaut hat. Natürlich kann man nicht überall kommentieren. Ich mag zum Beispiel Deine Bilder – aber schreib jetzt nicht wirklich überall. Ach und AHHHH drunter – das ist mir auch zu dämlich. Aber gerade zu etwas aufwendigeren Beiträgen, da ist ein Kommentar – egal wie lang oder tiefsinnig – echt schön. Bei den regelmässigen Aktionen oder auch Rezis – da weiss ich, dass nicht viel kommt.
    Die meisten, die hier bloggen sind Privatblogger, die in ihrer Freizeit die Beiträge durchklicken und manchmal auch lesen. Da kannst Du nicht immer erwarten, dass mehr kommt, da man ja schon einige Beiträge abarbeitet. Manchmal wandern sogar nur Daumen nach oben und Smileys in die Kommentarfelder. Aber auch da muss ich lächeln, da ich weiss – es hat jemand reingeschaut.
    Ich selbst wundere mich, wenn die Kommentarfunktion ausgeschaltet ist – dann zuck ich mit den Schultern und gehe – aber frage mich auch – warum soll ich noch mal kommen, wenn mein Kommentar unwichtig zu sein scheint.

    Liebe Grüsse

  3. Du kannst doch die Kommentarfunktion so einstellen, dass du jeden Kommentar entweder freischalten oder ablehen kannst.
    Die Frage ist, ob die abgelehnten Kommentatoren dann so gekränkt sind, dass sie dir nicht mehr folgen.
    Ich schränke Kommentare nicht ein, es sei denn, sie sind unanständig.

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